>> Projekt 2007

Blowerdoor-Rauchprüfung
(Diverse Bauanalytik)

  Blowerdoor-Rauchprüfung

Der natürliche Luftwechsel einen erheblichen Einfluss auf die Klimaverhältnisse im Inneren von Gebäuden

Die Wirkung der Undichtigkeit eines Gebäudes wird häufig unterschätzt und im Regelfall auch nicht messtechnisch überprüft. Zur Quantifizierung der Luftdichtigkeit ist die Blowerdoorprüfung ein sinnvolles Instrument für eine Analyse der Bestandssituation

Die Voraussetzung zur Quantifizierungen der Luftdichtigkeit eines Gebäude ist, dieses mit Über-oder Unterdruck von ca. 50,0 bar zu belasten. Der sich einstellende Luftwechsel ergibt das Maß für die Luftdichtigkeit des Gebäudes.

Eine aussagekräftige Messung ist aber nur dann sinnvoll, wenn die Dichtheit eines Gebäudes bereits hergestellt ist. Diese Annahme wurde uns vor der Untersuchung durch den Bauleiter bestätigt.

Das vorgefundene Gebäude/Dachgeschoss befand sich am Tag der Untersuchung bereits in einer Ausbauphase, die weitgehend dem später bewohnten Zustand entsprechen sollte. Alle Bauteile und Komponenten, die auf die Dichtheit einen wesentlichen Einfluss haben, waren bereits angebracht und die Wände waren verputzt und angelegt.

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Methodik

Zur Untersuchung wurde ein spezieller Ventilator, der zum Beispiel auch für die Messung in Türen verwendet wird, eingesetzt. Dieser wurde im Treppenhaus, das vorher zum Dachgeschoss luftdicht abgeschlossen wurde, montiert. Sonstige Undichtheiten in der Gebäudehülle, (Dachgeschoss) zum Beispiel durch Außensteckdosen, Wäscheschacht etc., wurden vorher luftdicht abgeklebt.

Bei allen Versuchen stellte sich aber heraus, dass trotz mehrmaligen Überprüfungen eventuell sonstiger Undichtigkeiten etc., ein üblicher Prüfdruck von 50,0 PA kaum aufzubauen war.

Wegen der offensichtlichen Mängel, wurde auf die Ermittlung der Luftwechselrate verzichtet und es sollte nach Aussagen des Architekten /dem Planungsbüro, zunächst nachgearbeitet werden.

Zur Ortung der Mängel wurde anschließend eine Nebelmaschine eingesetzt. Eine zusätzliche Ortung mittels Wärmebildkamera, (Thermoaufnahmen) war bei den fast sommerlichen Temperaturen nicht erfolgsversprechend und wurde aus diesem Grund nicht vorgenommen.

Aber trotz der bereits montierten Vorsatzschalen konnte an diesem Tag festgestellt werden, dass Folien beim Ausbauen vergessen und Kabeldurchbrüche etc., nicht fachmännisch oder nicht versiegelt wurden.

Auch wurde festgestellt, dass Folienkleber zum Einsatz kamen, die für diesen Zweck keine Zulassung hatten. Auf eine mechanische Befestigung wurde ebenfalls verzichtet.

Infrarot-Fachwerklokalisierung im Innenbereich

Unter Putz liegendes Fachwerk läßt sich durch das unterschiedliche Isolier- und Wärmeleitverhalten der verschiedenen Stoffe mit Hilfe der IR-Messung genau bestimmen. Auf diese Weise kann man bereits an noch verputzten Häusern erkennen, ob es sich zum Beispiel um ein Schmuckfachwerk handelt und ein entfernen des Putzes rechtfertigt oder ob das Fachwerk nur konstruktive Zwecke erfüllt.

Bei guter Witterung und einem Temperaturunterschied von 15°C (Innen- zu Außentemperatur) sind auch Aussagen über den Zustand des Holzes möglich. In Innenräumen, wie beim Kloster Eberbach, wurde die Wand mittels Strahlungswärme erhitzt, um unter dem historischen Putz befindliches Fachwerk zu erkennen.

Die Schwierigkeit am Objekt war das sich während der Untersuchungsarbeiten (Museumsbetrieb) noch historische Bilder und Ausstattungen im Raum befanden so das wir mittels Konvektionswärme die Wände nur relativ schwach aufheizen konnten.

Trotzdem ist es uns gelungen die Konstruktion im ganzen relativ genau, ca. +- 4cm, zu erfassen. Allerdings müssten zu einer noch genaueren Ortung noch Bohrwiderstandsmessungen durchgeführt werden. Die Ortung mittels Scanner erwies sich als schwierig das sich unter dem Putz ein großflächiges Kunststoffgewebe verlegt wurde. Bei der Angebotserstellung sind wir von einem historischen Wandaufbau ausgegangen. Der nachfolgende Plan und die Thermoaufnahmen zeigen die Ergebnisse der Untersuchungen in der Zeit vom 08/10/11.2007. Eine numerische Zuordnung, Vermassung und Legende der einzelnen Bilder im Grundriß befindet sich im Plananhang.

Hinweis in eigener Sache: Da sich uns die Problematik der Aufheizung vom historischen Innenwänden in genutzten Räumen mittels in letzter Zeit häufiger stellte haben wir in Feldforschungen ein System entwickelt die Wände mittels Kontaktwärme zu erhitzen. Damit ist es möglich in Zukunft noch bessere Ergebnisse bei der Innenraumthermographie zu erzielen ohne dabei die Ausstattung zu gefährden.

Infrarot-Fachwerklokalisierung

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