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Kein Raubbau-Holz in den Garten stellen !

Pro REGENWALD mahnt:
Augen auf beim Kauf von Gartenmöbel

Pressemitteilung vom 20.04.2006:

Pro REGENWALD empfiehlt beim Kauf von Gartenmöbeln genau hinzuschauen. Recherchen der Münchner Umweltorganisation ergaben, dass viele Anbieter ihre Produkte mit falschen Ökoversprechen oder Ökolügen verkaufen. Insbesondere im Online-Handel finden sich Billigangebote, die nur möglich sind, weil in der Regel Holz aus Raubbau verwendet wird, das oft sogar aus illegalem Holzeinschlag und -handel stammt. Entgegen der Meinung vieler Verbraucher, dass das Holz inzwischen aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammt, geht der illegale Holzeinschlag in den Herkunftsländern Südostasiens und Afrikas unvermindert weiter.

Sehr umstritten ist insbesondere Teak. Für Teak-Produkte wird oft Werbung gemacht mit dem Argument, das Holz stamme von indonesischen Plantagen, 'die unter strikter staatlicher Kontrolle und Aufsicht' stünden und nach dem 'Nachhaltigkeitsprinzip umweltgerecht bewirtschaftet' würden. Ein Münchner Gartencenter weiss aufgrund 'eigener Inspektionen', daß die 'ökologisch sinnvolle Verwertung dieser Bestände und umfangreiche Nachpflanzungen von der indonesischen Forstbehörde gewährleistet werden', so daß man mit 'ruhigem Gewissen diese herrlichen Möbel genießen könne'.

Ein Humbug ohnegleichen, wie die indonesischen Umweltorganisationen und die Holzexperten von Pro REGENWALD wissen: Ein Großteil der Teakhölzer im internationalen Handel ist von einer skrupellosen Holzmafia gestohlen, die die Bevölkerung vor Ort terrorisiert. Um das Holz auf den Markt zu bringen, werden sogar Zertifikate gefälscht.

Die indonesischen Teakplantagen, aus denen das Holz angeblich kommt, werden seit Jahren geplündert und übernutzt, illegaler Holzeinschlag ist auch dort an der Tagesordnung.

Selbst 'legal' wird viel mehr Teak eingeschlagen, als nachwachsen kann. Zudem gibt es in Indonesien keine Teakplantagen, deren umweltgerechte Bewirtschaftung durch ein glaubwürdiges Zertifikat nachgewiesen ist. 'Die Anbieter garantieren nicht dafür, dass das Holz aus nachhaltiger und legaler Produktion kommt. Sie profitieren dabei auch von der Untätigkeit der EU und der Bundesregierung, die bis heute kein gesetzliches Importverbot für illegale Hölzer erlassen haben', sagte Pro REGENWALD-Sprecherin Wiebke Böhm. Und dass, obwohl sogar die indonesische Regierung angibt, dass in ihrem Land über 70 Prozent der Hölzer illegal eingeschlagen werden, nach Angaben indonesischer Organisationen ist der Anteil noch höher.

Pro REGENWALD fordert die Verbraucher auf, bei Holzarten wie Bangkirai, Yellow Balau, Meranti (Shorea), Iroko und Teak die Aussagen und Zertifikate zu hinterfragen, im Zweifelsfall bei Umweltorganisationen Informationen einzuholen oder sich einfach für heimisches Holz zu entscheiden.

Weitere Informationen zu Raubbauholz und Appell für Maßnahmen gegen den Handel mit illegalen Hölzern auf
Info Raubbauholz



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